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sábado, 17 de mayo de 2008
Herpes ist eine weitverbreitete Infektion. "Herpesbläschen" sind wohl den meisten Menschen gut bekannt. Bei der Ersterkrankung treten 5 bis 10 Tage nach der Ansteckung meist sehr schmerzhafte, evtl. mit Fieber und Lymphknotenschwellungen verbundene Hauterscheinungen auf: Kribbeln der Haut, Jucken, Rötung, dann Bläschenbildung, Öffnung der Bläschen und Bildung von kleinen Geschwüren, die innerhalb von 2 bis 4 Wochen wieder abheilen. Die Flüssigkeit in den juckenden offenen Bläschen ist höchst ansteckend. Wer sich einmal mit dem Herpesvirus angesteckt hat, bleibt sein Leben lang Virusträger. Für die Bläschen im Bereich der Geschlechtsorgane wurde früher meist ein anderer Virustyp verantwortlich gemacht als für die Lippenbläschen. Beide Virustypen können jedoch grundsätzlich jede Körperregion infizieren, zum Beispiel beim Mundverkehr. In Deutschland liegen keine verläßlichen Zahlen zur Häufigkeit von Infektionen mit genitalem Herpes vor, es dürfte sich aber um die häufigste sexuell übertragbare Infektion handeln (in der USA soll z.B. etwa jede 4. im sexuell aktivem Alter mit genitalen Herpesviren infiziert sein). Bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem, zum Beispiel nach Operationen, durch Streß oder schwerwiegende andere Krankheiten, kann sich das Virus im ganzen Körper ausbreiten und lebensbedrohliche Krankheitsbilder auslösen. Während der Schwangerschaft kann der Ausbruch einer Infektion zu schweren Erkrankungen, ja sogar zum Verlust des ungeborenen Kindes führen. Infektionen während der Geburt können beim Neugeborenen ebenfalls sehr schwere Krankheiten verursachen: z.B. Hirnentzündung oder allgemeine Blutvergiftung. Herpes-Infektionen gelten bei Frauen auch als Risikofaktor für späteren Gebärmutterhalskrebs. Jede Form des intimen Kontakts (auch Küssen) kann zur Ansteckung führen. Genitaler Herpes wird häufig oder sogar meistens durch Virusausscheider übertragen, die keine Herpesbläschen ausweisen! Die Ausscheidung von Herpesviren kann lebenslang bestehen bleiben. Infizierte sind meist nicht erkennbar. Der Partner muß gefragt werden. Vor allem kein Kontakt bei vorhandenen Bläschen! Kondome sind ein guter Schutz bei oralem, vaginalem oder analem Verkehr. Infizierte können ihre Partner auch bei oralem Sex anstecken (vor allem, wenn die Scheidenschleimhaut vorgeschädigt ist). Eine Latexvorlage kann schützen. Es gibt heute virushemmende Medikamente, die um so wirksamer sind, je früher sie eingesetzt werden. Das Wiederauftreten von Bläschen und die Ausscheidung von Viren mit den Körpersekreten können sie aber nicht dauerhaft verhindern.
 
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