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auf Ihrer Gesundheitsseite zum Thema Urologie an der Costa Blanca.

Den Urologen als "Männerarzt" - vergleichbar mit dem Gynäkolgen als Frauenarzt - zu bezeichnen beschreibt die Tätigkeit nur unzureichend. Der Urologe ist der Spezialist für Nieren, Blase, Prostata, Penis und Hoden. Ferner kümmert er sich um die Potenz und Inkontinenz. Mit Problemen der Nieren, Blase und der Inkontinenz können auch Frauen betroffen sein.

Auf Grund der Altersstruktur der urologischen Patienten ergibt es sich, das ca 60% meiner Patienten eine Krebserkrankung haben. Da Krebs nicht gleich Krebs ist, ist ein "Gesamtheitlicher Therapieansatz" von ausschlaggebender Bedeutung. Nur die Erkrankung zu behandeln, ohne die persönlichen, familiären und kulturellen Aspekte zu berücksichtigen, bringen weder für den Patienten noch für den Arzt den gewünschten Erfolg.

Da es vermessen ist zu glauben, dass ein Arzt alles kann und weiß, bringt eine Zusammenarbeit mit den Kollegen vor Ort, aber auch die Telefonate und Besprechungen mit den Ärzten in den "Heimatländern" meiner Patienten, eine weitere Optimierung des therapeutischen Vorgehens.


Ich lade Sie ein, sich ein wenig auf meiner Internetseite in die Welt der Urologie entführen zu lassen ...

Ihr Dr. Thomas Keul




5-Alpha-Reduktase-Inhibitor senkt Prostatakrebsrisiko Drucken E-Mail
Donnerstag, 30 April 2009

Auf der Jahrestagung 2009 der American Urological Association (AUA) in Chicago zeigen die Ergebnisse einer dort vorgestellten randomisierten klinischen Studie,dass die Behandlung mit dem 5-Alpha-Reduktase-Hemmer Dutasterid bei Männern mit erhöhtem PSA-Wert das Risiko auf ein Prostatakarzinom senkt.

Dutasterid war nach Finasterid der zweite5-Alpha-Reduktase-Hemmer, der zur Behandlung der gutartigenProstatavergrößerung (BPH) eingeführt wurde. Beide Wirkstoffe hemmendie Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron. Dieses ist dasstärkste Androgen, das sowohl zu einer gutartigen Vergrößerung derProstata führt, als auch ein wichtiger Wachstumsfaktor für bösartigeZellen in der Prostata ist.

In derProstate Cancer Prevention Trail (PCPT) konnte schon 2003 bei über18000 Männern über 55 Jahren eine Abnahme der Prostatakrebsfälle unterder Einnahme von Finasterid gezeigt werden (24% auf 18%).Der gleichzeitige Anstieg von agressiveren Krebsformen wird vonStatistikern als „Artefakt“ und als nicht signifikant angesehen.
Doch erst Anfang diesen Jahres entschieden sich die US-Fachgesellschaften, Finasterid(Proscar) zur Prävention des Prostatakarzinoms zu empfehlen – unter derVoraussetzung, dass die Ärzte den Patienten auch die Nachteile derTherapie vor Augen führen, die in einer erektilen Dysfunktion, imLibidoverlust und einer Gynäkomastie bestehen. Die meisten Patientendürften in der Krebsprävention deshalb einen Zusatznutzen sehen, wennsie das Medikament ohnehin zur Therapie einer gutartigenProstatavergrößerung mit erschwertem Wasserlassen einnehmen müssen.
Jetzt liegen die Ergebnisse einer ähnlichen Studie für Dutasterid (Avodart) vor. An der Reduction by Dutasteride of Prostate Cancer Eventsoder REDUCE-Studie nahmen 8.121 Männer im Alter von 55 bis 75 Jahrenteil.Nach zwei Jahren wurde im Placebo-Arm bei den 17,2 Prozent der Männerein Prostatakarzinom entdeckt gegenüber 13,4 Prozent unter Dutasterid.Nach vier Jahren wurde im Placebo-Arm bei weiteren 11,8 Prozent einProstatakrebs entdeckt gegenüber weiteren 9,1 Prozent unter Dutasterid.

Der Experte glaubt nicht unbedingt, dassDutasterid einem Krebswachstum vorbeugen kann, wahrscheinlicher sei,dass das Wachstum bereits vorhandener Tumore vermindert werde und dieMänner deshalb später an dem Krebsleiden erkranken.

Selbstverständlich hatten die Autorenauch geprüft, ob die Therapie mit Dutasterid zu einer vermehrtenAuftreten von agressiven Prostatakrebsformen führt. Dies war nicht derFall. Die Häufigkeit von Tumoren mit einem Gleason-Score 7 bis 10betrug unter Placebo 6,8 Prozent und unter Dutasterid 6,7 Prozent.Tumoren mit Gleason-Scores 8 bis 10 wurden im Dutasterid-Arm mit 0,9Prozent zwar häufiger als unter Placebo (0,6 Prozent) beobachtet. DerUnterschied war jedoch statistisch nicht signifikant.Die häufigsten Nebenwirkungen waren nach Angabe des Herstellers eineerektile Dysfunktion (9,0 vs. 5,7 Prozent), Libidoverlust (3,3 vs. 1,6Prozent) und eine Gynäkomastie (1,9 vs. 1,0 Prozent)

 

Kommentar von Dr. Keul:  Eine sehr interessante Studie, die sich sicherlich auch in der täglichen Praxis anwenden lässt.

Pat Walsh von John Hopkins Hospital in Baltimore (er ist der "Papst" für die operative Therapie des Prostatakrebses und das John Hopkins Hospital hat seit Jahren im US-Ranking den Platz Nummer eins) gibt jedoch zu bedenken, daß durch das künstliche Senken des PSA-Wertes der Patient in einer falschen Sicherheit gewogen wird. Prostatakrebsformen, die per se kein Risiko für den Patienten darstellen, könnten durch diese Massnahmen verkleinert werden. Die Therapie mit Dudasteride oder Finasterid kann jedoch keinen Krebs verhindern.

 
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