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5-Alpha-Reduktase-Inhibitor senkt Prostatakrebsrisiko | 5-Alpha-Reduktase-Inhibitor senkt Prostatakrebsrisiko |
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| Donnerstag, 30 April 2009 | |
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Auf der Jahrestagung 2009 der American Urological Association (AUA) in Chicago zeigen die Ergebnisse einer dort vorgestellten randomisierten klinischen Studie,dass die Behandlung mit dem 5-Alpha-Reduktase-Hemmer Dutasterid bei Männern mit erhöhtem PSA-Wert das Risiko auf ein Prostatakarzinom senkt. Dutasterid war nach Finasterid der zweite5-Alpha-Reduktase-Hemmer, der zur Behandlung der gutartigenProstatavergrößerung (BPH) eingeführt wurde. Beide Wirkstoffe hemmendie Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron. Dieses ist dasstärkste Androgen, das sowohl zu einer gutartigen Vergrößerung derProstata führt, als auch ein wichtiger Wachstumsfaktor für bösartigeZellen in der Prostata ist. In derProstate Cancer Prevention Trail (PCPT) konnte schon 2003 bei über18000 Männern über 55 Jahren eine Abnahme der Prostatakrebsfälle unterder Einnahme von Finasterid gezeigt werden (24% auf 18%).Der gleichzeitige Anstieg von agressiveren Krebsformen wird vonStatistikern als „Artefakt“ und als nicht signifikant angesehen. Der Experte glaubt nicht unbedingt, dassDutasterid einem Krebswachstum vorbeugen kann, wahrscheinlicher sei,dass das Wachstum bereits vorhandener Tumore vermindert werde und dieMänner deshalb später an dem Krebsleiden erkranken. Selbstverständlich hatten die Autorenauch geprüft, ob die Therapie mit Dutasterid zu einer vermehrtenAuftreten von agressiven Prostatakrebsformen führt. Dies war nicht derFall. Die Häufigkeit von Tumoren mit einem Gleason-Score 7 bis 10betrug unter Placebo 6,8 Prozent und unter Dutasterid 6,7 Prozent.Tumoren mit Gleason-Scores 8 bis 10 wurden im Dutasterid-Arm mit 0,9Prozent zwar häufiger als unter Placebo (0,6 Prozent) beobachtet. DerUnterschied war jedoch statistisch nicht signifikant.Die häufigsten Nebenwirkungen waren nach Angabe des Herstellers eineerektile Dysfunktion (9,0 vs. 5,7 Prozent), Libidoverlust (3,3 vs. 1,6Prozent) und eine Gynäkomastie (1,9 vs. 1,0 Prozent)
Kommentar von Dr. Keul: Eine sehr interessante Studie, die sich sicherlich auch in der täglichen Praxis anwenden lässt. Pat Walsh von John Hopkins Hospital in Baltimore (er ist der "Papst" für die operative Therapie des Prostatakrebses und das John Hopkins Hospital hat seit Jahren im US-Ranking den Platz Nummer eins) gibt jedoch zu bedenken, daß durch das künstliche Senken des PSA-Wertes der Patient in einer falschen Sicherheit gewogen wird. Prostatakrebsformen, die per se kein Risiko für den Patienten darstellen, könnten durch diese Massnahmen verkleinert werden. Die Therapie mit Dudasteride oder Finasterid kann jedoch keinen Krebs verhindern. |
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