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Hormontherapie

Kardiale Risiken bei Hormontherapie für aging male

By: | Tags: , , | Comments: 0 | Mai 28th, 2008

Kardiale Risiken der Hormontherapie für den “Aging Male”?

Patienten, die den Versuchungen einer Anti-Aging-Therapie mit Testosteron erliegen, sollten bedenken, dass die Hormone zu Schlaf- und … Gesundheitstörungen führen könnten.

Eine Studie im Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism (2003 88: 3605-3613) zeigt, dass die Hormontherapie zum Schlafapnoesyndrom, also zum Schnarchen, führt, und damit ein potenzieller kardialer Risikofaktor ist. In den USA hat die Werbung für die medizinisch umstrittene Indikation “männliche Menopause”, nach der – überspitzt formuliert – Männer um die 50 in Depression und Inaktivität versinken, wenn sie keine Hormone einnehmen, die Verordnung von Testosteronpräparaten verdreifacht. Auch in Europa bemühen sich Hersteller um die Etablierung des Krankheitsbildes.

Als einziges mögliches Risiko betrachtet man derzeit eine Vergrößerung der Prostata. Andere Risiken wurden vielleicht übersehen, weil nicht danach gesucht wurde, vermutet eine Forschergruppe vom ANZAC Forschungsinstitut und dem Woolcock Forschungsinstitut in Sydney. Ihre Untersuchung sei die erste randomisierte Doppelblindstudie, welche die Auswirkungen der Hormone auf Schlaf und Atmung untersucht habe, schreibt die Gruppe um David Handelsman.

Sie behandelte siebzehn gesunde Männer im Alter von 60 Jahren drei Wochen mit drei wöchentlichen Testosteroninjektionen (500 mg, 250 mg und 250 mg) oder einem Placebo. Nach einer achtwöchigen Therapiepause, wechselten die Patienten die Behandlung (Cross-Over). Die Untersuchung im Schlaflabor (Polysomnographie) zeigte, dass die Testosteronbehandlung die Gesamtschlafzeit um eine Stunde verkürzt und die Dauer der Hypoxämie um fünf Minuten pro Nacht verlängert. Zur Hypoxämie kommt es aufgrund eines Schlafapnoesyndrom, welches nach den Ergebnissen der Studie durch die Testosteronbehandlung begünstigt wird. Die Zahl der Episoden, die nach anfänglichem Schnarchen zu kurzen Atempausen führt, stieg um 50 Prozent.

Dadurch wurde die Schlafqualität deutlich gestört. Das Schlafapnoesyndrom ist auch ein anerkannter Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen.
Die Studie war aber nicht geeignet, weiter reichende Folgen der Schlafstörung zu beweisen. Auch lag die Dosis des Testosterons deutlich (zwei- bis dreifach) über den empfohlenen Mengen. Nach Ansicht der Autoren ist es nicht ausgeschlossen, dass die Behandlung mit normalen Dosierungen ein latentes Schlafapnoesyndrom verschlimmern kann.